GURU GRANTH SAHIB

( 1708  -  Für immer)

 

DAS KONZEPT DES GURUS IM SIKHISMUS:

 

            Im Sikhismus bezeichnet das Wort ‚Guru’ nicht die gewöhnliche Bedeutung eines Lehrers oder Experten oder Führers des menschlichen Körpers, sondern es ist eine  Zusammensetzung aus den Worten –GU und RU.

 

            Gu bedeutet Dunkelheit und Ru bedeutet Licht, z.B. Licht, dass die Dunkelheit erhellt.

 

 

            JOT ODER DAS GÖTTLICHE LICHT genannt.

 

Das Konzept Guru wird sehr ausführlich im Kapitel 1 diskutiert.

Als der Unpersönliche Gott seine Eigenschaften  in einer Person offenbarte, wurde diese Person Guru Nanak genannt.

 

 

          'Jot rup har aap gur nanak kahayo.'

                                 (Swayas Bhattan- p.1408)

 

           

            ‘Guru, der du das Göttliche Licht verkörperst,

             hast dich selbst zu Guru Nanak gemacht.’

                                                            (Übersetzung des Obigen)

 

Guru Nanak war deshalb der Inbegriff des Göttlichen Lichtes.

 

            ‘Dem wahren Guru (Nanak), flößte er Seinen Geist ein,

            Durch Ihn hat sich Gott der Menschheit offenbart.’

                                                            (Asa di Var, pauri 6, Seite 466)

 

    

            Guru Nanak setzte Bhai Lehna, (der später Guru Angad genannt wurde) auf seinen Thron, legte fünf Paise und eine Kokosnuss vor ihm hin, and verneigte sich dann, um ihn zu GURU ANGAD zu erklären. Als die Guruschaft auf Guru Angad übertragen wurde, wurde auch er zum Inbegriff des Göttlichen Lichtes.

 

          'Jot uha jugat sai, seh kaya pher paltiae.'

                                 (Sata Balwand, S.966)

        

            ‘Das Göttliche Licht war das Gleiche,

            Die Art und Weise waren die Gleiche,

            Der Meister hat nur seinen Körper gewechselt.’

                                                            (Übersetzung des Obigen)

 

   

            Das Wichtigste an dieser Geschichte ist aber, dass sich die Leute NUR vor Guru Angad verneigt haben als das JOT in ihm war. Keiner verbeugte sich vor ihm vor seiner Guruschaft, was bedeutet, dass sich die Sikhs nicht vor dem menschlichen Körper (des Guru Angad) verbeugt hatten, weil der menschliche Körper nicht den Guru darstellte. Sie verbeugten sich vor dem Göttlichen Licht, dass von  Guru Nanak auf den anderen Körper übertragen wurde.

                       

            Dieser Prozess der Übertragung der Guruschaft dauerte bis zum zehnten Guru an. Dann legte  der zehnte Meister, Guru Gobind Singh das Adi Granth (die Heilige Schrift der Sikhs –Das Göttliche Wort) auf den Thron von Guru Nanak, legte davor fünf Paise und eine Kokosnuss und verneigte sich. Er  sagte, dass das Adi Granth den letzten Guru für alle Ewigkeit darstellen würde. Als die Guruschaft noch übertragen wurde, wurde auch Guru Granth Sahib der Inbegriff des Göttlichen Lichtes. Deshalb sollte man sich sehr genau daran erinnern, dass das Verneigen vor dem Granth Sahib wie es die Sikhs tun, nicht ein Verneigen vor einem Buch, sondern vor dem Göttlichen Licht oder Jot (Guru) darstellt, dass auf ihn  übertragen wurde. Wann und wie Guru Granth Sahib vom zehnten Meister mit der Guruschaft beehrt wurde, lesen Sie bitte im Guru Gobind Singh Kapitel nach.

 

            In der Sikh Religion wurde das Wort ‚Guru’ in drei miteinander verwandten Aspekten verwendet:

 

            Zuerst wird es für Gott verwendet, den alles durchdringenden Geist, das Göttliche Licht:

           

            „Der Guru ist wohltätig, die heilige Stätte des Friedens,

            Der Guru ist das Licht dreier Welten[1],

            Er ist das Ewige Wesen,

            Oh Nanak, derjenige, der an dich glaubt, wird Frieden finden.“

                                                            (Slok Mohalla 1, S.137)

           

            “Der Guru ist allmächtig,

            Der Guru ist der formlose Gott,

            Der Guru ist der Höchste, Unergründliche und Grenzenlose,

            Unbeschreiblich in Seinem Gebet, was kann man noch sagen?“

                                                             (Sri Rag Mohalla 5, S.52)

           

            “Der Guru ist der Unendliche Gott selbst

            Nanak, meditiere über ihn Tag und Nacht.“

                                                             (Asa Mohalla 5, S.387)

 

             

            An zweiter Stelle wird das Wort ‘Guru’ für Guru Nanak verwendet, weil  er das Göttliche Licht verkörperte:

 

            „Guru Nanak ist der perfekte Guru,

            Mit dem wahren Guru denke ich über Gott nach.“

                                                                  (Ramkali Mohalla 4, S.882)

 

            “Guru Nanak ist der wahre Guru,

            der wahre Guru führt mich zu Gott.“

                                                            (Kanra Mohalla 4, S.1310)

            “Der Guru und Gott sind eins,

            Der Göttliche Meister dringt in alles ein.“

                                                               (Sri Rag Mohalla 5, S.53)

 

 

 

            An dritter Stelle wird das Wort „Guru“ für das Gurbani, das Göttliche Wort benutzt. Da das Gurbani direkt von Gott kam, und es keinen Unterschied zwischen Gott und seiner Anordnung (das Göttliche Wort) gibt, ist auch das Gurbani der Guru.

 

            „Das Wort ist der Guru,

            und der Guru ist das Wort,

            Das Wort des Gurus ist mit Lebenselixier gefüllt,

            jeder der diesem Wort folgt,

            der soll die Erlösung erhalten.“

                                                            (Nat Mohalla 4, S.982)

 

„Das Wort ist der Wahre Guru und der Wahre Guru ist das Wort,

Und das Wort offenbart den Weg der Erlösung.“

                                                            (Kanra Mohalla 4, S.1310)

 

 

 

DAS GÖTTLICHE WORT KAM DIREKT VON GOTT:

 

            Der Guru Granth Sahib erzählt nicht nur die Lebensgeschichte des Guru Nanak, vielmehr ist wirklich jedes Wort darin dem Allmächtigen Gott gewidmet. Es ist kein Gemisch oder gar eine Nachahmung früherer Religionen, sondern das Göttliche Wort (Gurbani) kam direkt von Gott zu den Gurus. Guru Nanak erklärt, dass es sich nicht um seine Philosophie handelt, es war weder sein Verständnis noch seine Überlegungen, sondern das Wort kam direkt von Gott and er war nur derjenige der Seine Botschaft in die Welt hinausbrachte. Er bestätigt dies folgendermaßen:          

 

            „Oh Lalo[2], so wie das Göttliche Wort von Gott zu mir kommt, so gebe ich es weiter.“

                                                            (Tilang Mohalla 1, S.722)

            „Ich habe gesagt, was du mir zu sagen befohlen hast.“

                                                             (Wadhans Mohalla 1,S.566)

 

Dies wurde sehr oft wiederholt und von allen Gurus in ihrem Bani betont:

                                                           

            „Von Gott stammt das duftende Gurbani,

            Der erhabene Guru verbreitet und predigt es in der Welt.“

                                                            (Majh Mohalla 3, S.125)

 

            “Dieses Wort kommt von Ihm,

            demjenigen der die Welt erschaffen hat.“

                                                             (Slok Mohalla 4, S.306)

    „Dieses Wort stammt von Gott,

            Es beseitigt alle Sorgen und den Kummer.“   

                                                            (Sorath Mohalla 5, S.628)

 

 

            “Ich spreche, den Willen Gottes aus, denn der Anhänger Gottes erzählt vom Wort Gottes.“

                                                            (Sorath Mohalla 5, S.629)

 

            “Was immer der Herr mir befohlen hat,

            Höre, mein Bruder.“

                                                            (Tilang Mohalla 9, S.727)

 

Der zehnte Meister, Guru Gobind Singh bestätigte, dass es das Wort Gottes war, welches durch die Gurus offenbart wurde:

 

 

            „Was Gott mir sagt, sage ich der Welt.“

                                                            (Guru Gobind Singh)

 

            Die Janamsakhi (die Biographie) offenbart, dass Guru Nanak viele Male

zu seinem Musiker Mardana sagte: „Mardana, spiel mir die Rabab, das Gurbani  (Göttliche Wort) wird kommen.“ Und dann wurde das Göttliche Wort aufgenommen. Das Göttliche Wort ist das Gurbani- der Guru Granth Sahib.

 

 

DIE AUTHENTIZITÄT:

 

             Der Guru Granth Sahib wurde nicht von der Anhängerschaft der Gurus geschrieben, sondern von den Gurus selbst diktiert und zusammengestellt.

Deshalb ist es  auch die Echte Göttliche Schrift. Niemandem ist es erlaubt, auch nur ein Komma oder einen Punkt der 1430 Seiten zu ändern. Der Sohn des siebten Gurus, Ram Rai, hat nur die Bedeutung eines Verses verändert, um dem Herrscher Aurangzeb einen Gefallen zu erweisen, und wurde daraufhin für immer von seinem Vater (dem siebten Guru) exkommuniziert, um deutlich zu machen, dass niemand Gottes Wort- das Gurbani- verändern sollte.

 

            Max Arthur Macauliffe, eie Englischer Schriftsteller, der die ‚SIKH RELIGION’ (6 Bände-1909) schrieb, hielt eine Rede in der Sprache der Pandschabis in Akal Bunga, Amritsar im Jahre 1899. Die Übersetzung der Rede lautet:    

 

            „Es kommt der Sikh Religion zu Gute, dass die Gründer der anderen Religionen auf dieser Welt nie eine Zeile mit ihren eigenen Händen für sie Nachwelt hinterließen. Sie werden wahrscheinlich von dem berühmten griechischen Philosophen Pythagoras gehört haben, der viele Anhänger hatte, aber nie irgendein Schriftstück hinterließ, durch das wir Genaueres über seine Sekte hätten erfahren können. Ihm folgte der zweite griechische Philosoph, der  Socrates hieß, und 500 A.D. geboren wurde. Er wurde ein sehr bekannter religiöser Führer, der behauptete, dass er Göttliche Anweisungen von Gott selbst erhielt, was ihn davon überzeugte, Gutes in der Welt zu tun und kein Unrecht zu begehen. Aber auch er ließ nie irgendein Schriftstück zurück, dass uns über seine Philosophie aufklären hatte können. Alles, was wir von ihm wissen, wissen wir von seinem Schüler Plato. Darüber hinaus gab es auch noch Mahatma Buddha in Indien und auch er schrieb nie irgendetwas mit eigener Hand. Danach kam Jesus Christus, der auch nicht selbst schrieb. Seine Lehren können wir nur der Bibel entnehmen. Aber die Sikh Gurus waren da anders als all diese anderen religiösen Führer.

Sie diktierten sich die Botschaft von Wahrheit und sammelten sie in dem Guru Granth Sahib. In dieser Hinsicht ist die Sikh Religion den anderen Religionen weit voraus.

                                                            (Übersetzung Sri Guru Granth Sahib-

                                                            pothi 1,S.gaga, by Bhai Vir Singh)

 

 

 

DER GURU GRANTH SAHIB BEGINNT EINZIGARTIG:

 

            In der hinduistischen Mythologie bedeutete das Wort ‚OM’  immer, dass Gott monotheistisch ist. Dann fing man an, dies umzuinterpretieren und plötzlich gab es mehr als einen Gott. Guru Nanak setzte eine ungerade ‚1’ vor das Wort ‚OM’ und ein ‚kar’ (einen Halbkreis) hinter das Wort. So wurde es ‚EK-OM-KAR’ und indem er dies tat, sicherte er die Bedeutung des Wortes bis in alle Ewigkeit. „Es gibt nur Einen und Einzigartigen Gott.“ Deshalb beginnt der Guru Granth Sahib auf einzigartige Weise mit der ungeraden Zahl eins (‚1’). Das absolute Prinzip besteht in der monotheistischen Auffassung von Gott und wird durch die Zahl „1“ symbolisiert. „Ein Gott“ bedeutet nicht nur, dass es einen Gott gibt, sondern auch, dass er Einzigartig ist und es keinen zweiten wie ihn gibt.

 

            Der Guru Ganth Sahib beginnt mit Mool-Mantar oder  dem Vorwort des Japij welches den Kern des ganzen Guru Granth Sahib darstellt:

 

            Ek-Onm-Kar         Es gibt nur einen Gott

            Sat-Nam                Er ist die Ewige Wahrheit

            Karta-Purkh          Der Allmächtige Herrscher

                 Nirbhao-Nirvair    Er fürchtet nichts, er ist ohne Hass und Feindseligkeit

            Akal-Murat           Die unsterbliche Einheit

            Ajuni, Saibhang    Er ist nicht geboren, er existiert aus sich selbst heraus

                 Gurparsad             Verwirklicht durch die Würde des wahren Gurus

 

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Der nächste Vers wird im allgemeinen Sach (wahr) Mantar genannt:     

 

 

            Jap                             Denke darüber nach

            Aad Sach                   wer die Wahrheit vor der Schöpfung dargestellt hat

            Jugad Sach                 wer stellte die Wahrheit am Beginn der Schöpfung dar

                   

            Haibhi Sach               Wer ist nun die Wahrheit, oh Nanak

            Nanak Hosibhi          Wer soll für immer die Wahrheit bleiben?

            Sach

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            Guru Arjan hatte seine Aufgabe erfüllt, indem er die verschiedenen Fassungen vereinheitlichte und den Adi Granth zum Wohl seiner Anhänger vorbereitete. Da das Werk dort blieb, wo es hinterlassen worden war, nahm Guru Gobind Singh es in den Bani des Gurus Tegh Bahadur auf, und gab dem Werk das Siegel der Vollendung. Daraufhin wurde die vollendete Version des Adi Granth mit der Guruschaft des Gurus Gobind Singh verbunden und folglich Guru Granth Sahib genannt. Einige der Sikh Schüler nennen ihn immer noch ‚Adi Granth’. Es gibt keine ‚Adi Granth’ mehr. Es ist nicht respektvoll, die Guru Sahib Granth ‚Adi Granth ‚zu nennen.     

 

            Guru Granth Sahib ist der einzige Zufluchtsort für einen Menschen, der in den wilden Ozean des Lebens geworfen wird. Es hilft den Menschen nach Geboten oder der Moral zu leben, welches notwendig ist, um die Erlösung zu finden.

    

            Der Mensch ist der Inbegriff von Gottes Schöpfung. Er ist die einzige Kreatur im kosmischen All, der die freie Willenskraft besitzt und fähig ist das Göttliche zu begreifen. Der Guru Granth Sahib zeigt die Großartigkeit und den Nutzen des menschlichen Lebens. Der menschliche Körper wird durch das Wandern durch unzählige, niedere Kreaturen und unbeschreibliches Elend erlangt. Die Seelenwanderung ist eine Strafe and ein Fluch für die schlechten Taten eines Menschen, welcher in der Schrift der Sikh mit Ketten um den Hals und Fesseln an den Füßen und der Schlinge eines Gehängten verglichen wird. Kein Wissenschaftler kann mit seinem angehäuften Wissen die Loslösung der Seele vom ununterbrochenen Kreis der Qual erreichen. Man kann die Erlösung nicht durch intellektuelle Akrobatik oder spekulative Risiken oder pausenlose Trance erreichen. Der Sikhismus (Der Guru Granth Sahib ) bietet die Möglichkeit zur Aufhebung der Seelenwanderung durch das Wiederholen von Gottes Namen in höchstem Bewusstsein und ermöglicht dadurch dem Menschen, ein aufrechtes Leben zu führen. Das menschliche Dasein ist deshalb ein Segen und die Möglichkeit für moralischen und spirituellen Fortschritt. Als die Gurus und die Bhagtas Loblieder auf Gott sangen, sangen sie diese zu den Menschen, um diese zu ermutigen, die höchsten Gipfel und spirituellen Ruhm zu erreichen. Deshalb sind alle Lehren und Ermahnungen im Adi Granth an die Menschen gerichtet. Aber die materiellen Werte der Menschen sind falsch ’koor’, weil sie nicht von Dauer sind. Was nicht von Dauer ist, ist falsch.

    

            „Falsch sind die Könige, falsch sind ihre Untertanen, falsch ist die ganze Welt;

            Falsch sind Herrenhäuser, falsch sind Paläste, falsch sind die, die darin wohnen;

            Falsch ist Gold, falsch ist Silber, falsch sind die, die es tragen;

            Falsche Ehemänner, falsche Frauen, sie welken dahin und werden zu Staub;

            Ein Mann, der falsch ist, liebt das Falsche und vergisst den Schöpfer.

            Mit wem soll man Freundschaft schließen, die ganze Welt wird zu Staub werden.

            Falsch ist das Süße, falsch ist Honig, in der Falschheit werden ganze Schiffsladungen versinken.

            Nanak gibt in aller Bescheidenheit zu, außer Dir, Oh Gott, ist alles falsch.’

 

                                                                 (Asa di Var- Slok Mohalla 1, S.468)

 

 

 

            Der Guru Granth Sahib hebt die Bedeutung von Naam (den Namen Gottes) hervor, indem er Naam mit dem Guru identifiziert. Naam erlöst den Menschen von all seinen vorhergehenden Sünden, Kummer, Leiden und dem Kreis von Geburt und Tod. Keine Rituale, keine Almosen, keine Opfergaben und keine Bußen gleichen Naam.

 

            Der Guru Granth Sahib führt den Schüller auf seinen Weg des spirituellen Fortschritts und geleitet ihn durch die verschiedenen Stufen auf seiner Reise zu Gott. Er ist ein Schiff, das den Anhänger sicher durch den Ozean von Maya (Materialismus) lenkt, und somit die menschliche Seele zu ihrem letzten Ziel, der absoluten Glückseligkeit, führt.  

 

            „Der angsteinflössende Ozean der Welt ist gefährlich und furchterregend; er hat keinen Strand oder eine Grenze, kein Schiff, kein Floß, keinen Mast und keinen Bootsmann;

            Aber der wahre Guru hat ein Schiff für den schrecklichen Ozean, und bringt denjenigen heil darüber, dem er seine Gunst erweist.“

                                                            (Sri Rag Mohalla 1, S.59)

 

            Der Guru Granth Sahib wurde von den Gurus selbst geschrieben und zusammengestellt und ist deshalb authentisch in seiner Originalform erhalten. Es ist das wertvollste, was den Sikhs von Gott durch Guru Nanak gegeben worden war, und wird von ihnen als höchste Referenz in Ehren gehalten.

 

            Der Guru Granth Sahib ist in einer poetischen Form in 31 klassischen Indischen Raagas (in musikalischen Metren) verfasst. Zusätzlich zu den 31 Raagas, gibt es Slokas, Vars und Swaivias. Es beinhaltet 36 Autoren, deren bani (Wort) aufgenommen wurde. Es umfasst im ganzen 5.872 (Manche sagen 5.874)  Hymnen (Shabads oder Stanzen), von welchen 4.956 Hymnen von sechs Gurus (den ersten fünf und dem neunten) stammen. Der Rest der Shabads stammt von 15 Bhagtas oder heiligen (778 Hymnen), vier streng gläubigen Sikhs (917 Hymnen) und 11 Bhats oder  Lobsängern (121 Swaivias, manche sagen, es gibt 123 Swaivias). Diese 30 Heiligen waren ein Teil der höchsten Kaste von Brahmanen und von der niedrigsten Kaste der Schudras, und sie waren sowohl Moslems als auch Hindus. Der Guru Granth Sahib ist eine Allgemeingültige Bibel in der Welt welche die Göttliche Botschaft nicht nur für die Sikh, sondern für die ganze Menschheit enthält.

 

 

            Die 31 Raagas heißen  Siri Raag, Majh, Gauri, Asa, Gujri, Dev Gandhari,

Bihagra, Wadhans, Sorath, Dhanasri, Jaitsari, Todi, Bairari, Tilang, Suhi,

Bilawal, Gond, Ramkali, Nat Narain, Mali Gaura, Maru, Tukhari, Kedara,

Bhairav, Basant, Sarang, Malar, Kanra, Kalian, Prabhati und Jaijawanti. 

 

            Es gibt 4, 956 Shabads, die von den Sikh Gurus stammen-    

 Von Guru Nanak Dev (974 Hymnen in 19 Raagas);von Guru Angad Dev (62 Slokas

in Vars); von Guru Amar Das (907 Hymnen in 17 Raagas);von Guru Ram Das (679

Hymnen in 30 Raagas); von Guru Arjan Dev (2,218 Hymnen in 30 Raagas) und von GuruTegh Bahadur (116 Hymnen in 15 Raagas).

  

Fünfzehn Bhagtas haben 778 Hymnen:

 

Bhagat Sheikh Farid-   1173-1266                                     116  Sabad

Bhagat Jai Dev            1201-1273                                           2

Bhagat Trilochan             1267-1335                                        4

Bhagat Nam Dev      1270-1350                                       61

Bhagat Sadhna            lebte zur Zeit von Nam Dev                      1

Bhagat Ramanand            1366-1467                                        1

Bhagat Ravi Das      1378-1529                                       40

Bhagat Sain                  1390-1440                                        1

Bhagat Kabir                1398-1518                                     541

Bhagat Dhana               1415-1475                                        3

Bhagat Pipa                  1426-1562                                        1

Bhagat Surdas              1478-1585                                        1

Bhagat Bhikhan          1480-1573                                            2

Bhagat Parmanand            1483-1593                                        1

Bhagat Beni-                lebte zur Zeit von Guru Nanak            3

 

            17 Hymnen von den vier streng gläubigen Sikhs-

Bhai Mardana (3 Hymnen), Bhai Balwand Rai (5), Bhai Satta Dum (3) und Baba

Sundar (6).

 

            121 Swaivias (manche sagen 123 Swaivias) von 11 Bhats oder Barden:

Bhat Kal Sahar (54 Swaiyias), Bhat Gayand (13), Bhat Bhikha (2), Bhat Kirat (8),

Bhat Mathura (12, manche sagen 14), Bhat Jalap (5), Bhat Salh (3), Bhat Bhalh (1),

Bhat Balh (5), Bhat Harbans (2) und Bhat Nalh (16).     

 

     

            Es gibt zudem einige Hymnen im Guru Granth Sahib außer den 31 Raagas.

Sie sind in der Form von vars, slokas, gathas, swaivias und mundhayani und stehen am Ende.

 

 

 

 



[1] Es gibt drei Welten- die eine Welt ist unser Planet, die zweite ist über uns und die dritte ist unter uns.

[2] Lalo war ein bedeutender Schüler des Gurus.